24 Stunden unterwegs im alten Rom
Wie oft denkst du an das römische Reich? Ich gebe zu, ich denke sehr oft daran – weil ich fast täglich darüber lese. Wenn ich populärwissenschaftliche Sachbücher über die Antike lese, gehe ich gerne ein wenig tiefer. Da gibt es einige gute Bücher, wenn man wirklich viel Zeit mitbringt. Doch die hat nicht jeder, und nicht jeder bringt das Interesse auf, sich durch vier bis fünf Bücher mit 600–900 Seiten zu kämpfen, die einen wirklich umfangreichen Abriss über das alte Rom liefern. Immerhin sprechen wir von einem Zeitraum von fast 1500 Jahren – grob von 753 v. Chr. bis 476 n. Chr. –, in dem es enorme Veränderungen gab, nicht nur in der Stadt Rom selbst, sondern auch in den zahlreichen Provinzen.
Wer sich zunächst einen guten Überblick verschaffen möchte, kann mit „24 Stunden unterwegs im alten Rom" von Philip Matyszak sehr gut einsteigen. Das Buch spielt in der Hochkaiserzeit, kurz vor dem Ende der Regentschaft Hadrians, der zu den sogenannten Adoptivkaisern zählt. Doch um den Kaiser soll es gar nicht so sehr gehen. Matyszak konzentriert sich auf die verschiedenen Menschen Roms: Er stellt Berufe vor – er hat übrigens auch einige interessante „Karriereführer" geschrieben, etwa „Legionär in der römischen Armee – Der ultimative Karriereführer" und „Gladiator – Der ultimative Karriereführer" – und berichtet viel über das ganz normale Leben und die alltäglichen Probleme im antiken Rom.
Das Buch ist definitiv ein guter Einstieg. Es ist unterhaltsam und lässt sich gut nebenbei lesen, ohne dass man sich die ganze Zeit Notizen machen müsste. Deswegen empfehle ich es auch als Geschenk – für alle, die neugierig auf die Antike sind, aber noch nicht wissen, wo sie anfangen sollen.