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Schummeln mit ChatGPT

Christian Rieck
11. August 2024

Vielleicht ist dem einen oder anderen Prof. Rieck von YouTube bekannt. Er ist nicht nur ein Meister der Spieltheorie und Professor an der Frankfurt University of Applied Sciences, sondern auch Autor mehrerer Bücher. Darunter „Die Kunst des perfekten Scheiterns" und das mir vorliegende „Schummeln mit ChatGPT". Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar bekommen – vielen Dank an YES.

ChatGPT ist aktuell ein ziemlich großes Thema. Auf die anfängliche Euphorie, nachdem ich die KI Ende 2022 entdeckt hatte, folgte bei mir schnell eine Ernüchterungsphase. ChatGPT kann ein spannendes Tool sein, aber es macht auch viele Fehler. Wir müssen uns immer wieder vor Augen halten, dass ChatGPT uns das Wort ausspuckt, das mit der größtmöglichen Wahrscheinlichkeit als nächstes da steht – dadurch kann der Bot auch eine Menge Schwachsinn produzieren.

Aber ChatGPT kann auch ein sinnvolles Tool sein, wenn man – so wie ich – häufig Probleme mit dem roten Faden hat. Prompts wie „Hat dieser Artikel einen roten Faden und wo sind seine Schwächen?" haben mir schon sehr geholfen. ChatGPT ist gut darin, Struktur in Geschriebenes zu bringen. Aber es fehlt den Texten häufig an Seele.

Mich interessierte vor allem das wissenschaftliche Schreiben mit ChatGPT. Wie baue ich eine wissenschaftliche Arbeit möglichst strukturiert auf, und wie prüfe ich die Informationen am besten? Denn machen wir uns nichts vor: ChatGPT erfindet auch gerne mal Quellen.

Wenn man sich schon länger mit der KI beschäftigt, ist das Buch von Prof. Rieck ein bisschen schwach auf der Brust. Es eignet sich vor allem als absolutes Einstiegswerk und zeigt sehr gut, dass man mit ChatGPT eine übersichtliche Struktur schaffen kann, die der Mensch dann noch mit Herz und Nieren füllen muss. Für viele Menschen wird das Buch aber hilfreich sein – es ist flüssig und einfach gehalten und ein gutes Einstiegswerk.