Happy Sexy Millionaire
Diary of a CEO von Steven Bartlett war eines meiner Highlights in 2024. Viele kennen sicherlich auch Stevens Podcast, der ebenfalls „DOAC" heißt. In Deutschland ist „Diary of a CEO" irgendwie ein bisschen untergegangen – was ich sehr schade und auch überraschend finde, bedenkt man die Reichweite, die der britische Autor inzwischen über Podcasts, YouTube und Social Media erreicht. Umso mehr habe ich mich gefreut, als er mit „Happy Sexy Millionaire" noch einmal nachgelegt hat.
Es wundert mich auch hier, dass das Buch in Deutschland so wenig Beachtung findet. In Buchhandlungen sucht man es auf den Auslagetischen vergebens, und auch die englische Version ist mir an internationalen Flughäfen bisher noch nicht ins Auge gesprungen. Das ist – aus meiner Sicht – ein klarer Fehler, denn das Buch ist definitiv unterschätzt.
In einzelnen, kurzen Abschnitten widmet sich Bartlett verschiedenen Themen, wobei wir stets auch viel über seine Biografie erfahren. Er erzählt von seinen Eltern, vom Unternehmergeist seiner Mutter, die alle möglichen Geschäftsideen hatte, von denen aber keine wirklich von Erfolg gekrönt war – und davon, dass er immer davon träumte, reich zu werden. Als Kind glaubte er, dass mehr Geld all seine Probleme lösen würde. Doch wie die meisten von uns musste er feststellen, dass das „Wenn ich nur diese eine Sache hätte, wäre ich glücklich"-Denken eine Falle ist. Denn häufig machen uns genau diese Dinge nicht glücklicher.
Was macht einen stattdessen nicht nur reich, sondern auch sexy und glücklich? Bartlett hat dazu eine sehr interessante und kurzweilige Abhandlung geschaffen. Ein tolles Buch – und obwohl man es mühelos in einem Rutsch lesen könnte, hat es mich immer wieder dazu gebracht, es wegzulegen und über das Gelesene zu reflektieren. Für mich persönlich ist das das Hauptqualitätsmerkmal eines Buches. Es geht nicht darum, ein paar Stunden gut unterhalten zu werden. Ein gutes Buch verändert dich.