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Die Akte Tengelmann

Liv Hauck
16. March 2024

Ich bin das erste Mal auf das Verschwinden von Karl Erivan Haub durch einen Podcast aufmerksam geworden – „Spurlos vermisst" auf Podimo, im Jahr 2021. Der Fall geisterte dann in meinem Hinterkopf rum, bis mich der Podcast „Die Akte Tengelmann – Ein Milliardär verschwindet" wieder darauf aufmerksam machte. Die Autorin ist ganz klar eine Expertin in diesem Fall. Der Podcast hat mir schon einen guten Überblick verschafft, doch das Buch geht noch weiter in die Tiefe.

Wer diesen Kanal schon länger verfolgt, weiß, dass ich eine gewisse Affinität zu wahren Verbrechen und mysteriösen Vermisstenfällen hege. Ich mag es auch zu spekulieren und finde die ein oder andere Verschwörungstheorie ganz spannend. Dabei muss man aber immer genau die Fakten prüfen. Es passiert schnell, dass man in einem Kaninchenloch verschwindet und Fakten nicht mehr von Indizien unterscheiden kann. Ich bewundere die Hingabe und den Fleiß, den die Autorin in die Recherche gesteckt hat – man merkt wirklich, dass sie unermüdlich gegraben hat.

Trotzdem konnte ich mich am Ende noch nicht wirklich festlegen, ob ich nun glaube, dass Karl Erivan Haub wirklich bei einem tragischen Unfall gestorben ist, oder ob er seinen Tod vielleicht doch nur vorgetäuscht hat. Fans von wahren Verbrechen und Menschen, die Spaß an Geschichten über Spionage und geheime Strippenzieher haben, werden an diesem Buch sicherlich ihre Freude haben. Wer noch nicht überzeugt ist, dem empfehle ich zunächst in den Podcast reinzuhören.