Eine Welt ohne Email
„Eine Welt ohne Email" ist ein Buch von Cal Newport und es passt wunderbar zu den Themen, mit denen ich mich gerade verstärkt beschäftige. Ich bin generell ein großer Fan von Cal Newport – sein Buch „Deep Work" (deutsch: „Konzentriert arbeiten") zählt zu einem meiner meistempfohlenen Produktivitätsbücher. Als ich es das erste Mal Anfang 2019 auf einem Flug von Bangkok nach Istanbul als Hörbuch hörte, war ich sofort begeistert.
„Eine Welt ohne Email" geht noch einen logischen Schritt weiter und nimmt das Phänomen Email genauer unter die Lupe. Wobei das, was Newport über Emails sagt, auch auf Social Media und Instant Messaging zutrifft: Er spricht von Unterbrechungen und von Shallow Work. Shallow Work ist oberflächliches Arbeiten, bei dem man sich produktiv fühlt, aber eigentlich keinen langfristigen Mehrwert schafft.
Ich habe in der vergangenen Woche genau 48 Minuten mit meinem E-Mail-Postfach verbracht. Wohingegen die meisten Wissensarbeiter jeden Tag mehrere Stunden dafür aufbringen. Newport führt eindrucksvoll vor Augen, dass die E-Mail in vielen Fällen ein schlechtes Kommunikationsmittel ist, weil sie uns von Arbeit abhält, in die wir tiefer eintauchen könnten.
„Eine Welt ohne Email" hat mich in vielerlei Hinsicht bereichert und unterstützt mich darin, meinen Alltag noch ablenkungsfreier zu gestalten. Allerdings müssen wir realistisch bleiben: vieles davon ist für Menschen in großen Konzernstrukturen schlicht nicht umsetzbar. Das lehrt mich aber zusätzlich Dankbarkeit dafür, dass ich meinen Alltag so gestalten kann, wie es für mich am besten ist.